World of Goo ist ein Physik-basierendes Puzzle-Game, in dem es darum geht, aus kleinen, sich verbindenden Punkten eine tragfähige Struktur zu bauen. Das Game hat dabei 4 verschiedene Kapitel, die wiederum aus einzelnen Levels bestehen, wobei in den einzelnen Levels die grundlegende Spielmechanik variiert wird.
World of Goo kam im Herbst 2008 heraus.
Das ursprüngliche Konzept nannte sich Tower of Goo, und entstand am Experimental Gameplay Project an der Carnegie Mellon Universität. (Inzwischen bestehen mehrere Websites – die eine Vorlesung hat mehrere Nachahmer gefunden).
World of Goo ist ein Produkt von 2dboy, einer kleinen Firma bestehend aus Kyle Gabler und Ron Carmel. Laut ihrer eigenen Website besitzen sie nicht ein eigenes Büro, sondern arbeiten in Coffee Shops.
Die Website, die unter der Domain http://worldofgoo.com zu finden ist, ist ziemlich einfach:
Mehr Informationen finden sich unter der Website von 2dBoy, die dafür auch vollständig im Look von World of Goo gehalten ist.
Ebenfalls sinnvoll sei ein Blog zu führen, laut Kyle Gabler.
World of Goo konnte vor allem am IGF 2008 ziemlich abräumen, wo sie gleich in 2 Kategorien gewannen: Design Innovation und Technical Excellence.
Zu diesem Zeitpunkt war das Spiel noch nicht publiziert, und konnte damit für das Release ein halbes Jahr später schon mal ziemlich Momentum gewinnen, da zumindest diejenigen schon davon gehört hatten, die sich für Computergames interessieren.
Kyle Gabler selber sagt, dass es die beste Art sei, für ein Indie-Game Werbung zu machen – es bei möglichst vielen Wettbewerben einzureichen – nicht zuletzt auch, weil da die Presse gerade anwesend ist.
Da World of Goo nicht einfach der nächste generische 3D-Shooter ist, kann sich das Spiel sehr schnell einen eignen visuellen Look erarbeiten. Screenshots sind meist auf den ersten Blick erkenntlich.
Auch das Logo/Wortmarke ist einigermassen konsistent (wenn auch nicht überall – es scheint mehrere Versionen zu geben).
Kyle Gabler und Ron Carmel haben zuvor schon in der Mainstream-Industrie gearbeitet, und kannten deshalb das Business relativ gut – dementsprechend gut sind sie wohl auch vernetzt.
2D Boy linkt direkt auf Goo Fans, wo sich eine Community um Goo gebildet hat, die auch von 2D Boy unterstützt wird. Da finden sich ein Level-Design-Tool, sowie verschiedene Mods für Goo.
Es ist nicht ganz klar, ob es diese Community schon vor dem Release gegeben hat.
World of Goo wird online vertrieben über
es gibt aber auch ein «Boxed» Version, die etwa über Amazon oder den Apple Store vertrieben wird.
Steam beschreibt sich zwar in allen Details für die Endbenutzer, ist aber relativ undurchsichtig, wenn man die Details kennen will, die für einen Publisher wichtig sind. Auf https://partner.steamgames.com/ gibt es zwar einige Infos, aber relativ wenig über die effektive Integration in den Store. Selbst die Informationen auf Wikipedia sind äusserst spärlich.
Wie in dem Blogpost beschrieben, wird World of Goo ohne Kopierschutz ausgeliefert.
Ein späterer Blogpost spricht aber dann davon, dass 90% der Kopien von World of Goo raubkopiert sind.
Als das Game ein Jahr alt war, veranstaltete 2D Boy einen Pay-What-You-Want-Birthday Säle, bei dem die Leute das Spiel für einen von ihnen selbst bestimmten Preis kaufen konnten, ähnlich einem gewissen erfolgreichen Album einer gewissen erfolgreichen Band, deren Name mir gerade entfallen ist.
Der Durchschnittspreis hat sich dabei etwa bei $2.50 eingependelt1)
Interessant ist hier zudem, dass der Durchschnittspreis stieg, nachdem die Entwickler darauf aufmerksam machten, dass sie bei Preisen unter $0.30 nichts verdienen.