Es geht um Grenzbereiche zwischen Spiel, Gestaltung und Kultur, denn die Bereiche gehen in einander über.
Siehe auch “definition Spiel“.
In Gestaltungs- und Unterhaltungsfragen im Alltag kommen spielerische Elemente vor, umgekehrt ist manches Spiel ein Modell der Realität. So sieht z.B. auch die Entwicklungspsychologie das Spielen als eine Art Trainingssituation für den sozialen/kulturellen Umgang. Johan Huizinga wiederum sieht im spielenden Verhalten den eigentlichen Ursprung der Kultur. Er begründet das u.a. damit, dass für das Spielen die gleichen psychologischen Anreize und Einschränkungen gelten wie für das Einordnen in ein kulturelles Leben. Das heisst, man unterwirft sich gewissen Regeln und verzichtet damit auf ein Stück Freiheit („exercise in a voluntary control system“ Jesper Juul, …Heart of Gameness, 2003), dieser Verzicht wird jedoch Aufgewogen von einem Dazugewinn von Möglichkeiten, die sich nur innerhalb oder mit einem solchen System bieten.